PCS Machine Group übernimmt Werke des Automobilhersteller Küpper

Essen / Velbert, den 12.12.2017. Der börsennotierte thailändische Investor PCS Machine Group Holding PCL (PCSG) steigt bei der insolventen Küpper-Gruppe ein und übernimmt drei der vier Standorte des Automobilzulieferers. Hierzu gehören in Nordrhein-Westfalen die H.J. Küpper Metallverarbeitung GmbH in Velbert und die Zelter GmbH in Hennef (Sieg) sowie die H.J. Küpper System- und Modultechnik GmbH im sächsischen Cunewalde. Diese waren seit Insolvenzantragstellung durch Carsten Paris (ICS Partners) und Jörg Gregel als CRO’s geführt worden.

Für die August Küpper GmbH im nordrhein-westfälischen Heiligenhaus hingegen werden noch Verhandlungen mit anderen strategischen Investoren aus der Region geführt. Die Geschäftsführung und der Sachwalter streben hier auch eine Zukunftslösung für die August Küpper GmbH mit ihren rund 300 Beschäftigten im Januar 2018 an. Alle rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der an die PCSG verkauften Unternehmensstandorte werden zum 01.04.2018 von dem Investor mit ihren bestehenden Verträgen übernommen.

Zukunftslösung gefunden

„Wir freuen uns sehr, dass wir noch vor Weihnachten eine Fortführungslösung für die drei Standorte der Küpper-Gruppe und die Mitarbeiter erzielt haben. Damit können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Seite eines starken und leistungsfähigen neuen Partners neu in die Zukunft starten“, sagt Carsten Paris von ICS Partners. Die beiden erfahrenen Sanierungsgeschäftsführer Carsten Paris und Jörg Gregel blicken bereits auf 10 Jahre gemeinsame Organverantwortungen in unterschiedlichen Restrukturierungssituationen zurück. Gemeinsam dem Sanierungsteam von Brinkmann & Partner, bestehend aus den Generalbevollmächtigten Dr. Jan Markus Plathner und Rechtsanwalt Dr. Bastian Messow, hatten sie seit den Insolvenzanträgen den Geschäftsbetrieb an den Standorten uneingeschränkt fortgeführt und einen Investorenprozess eingeleitet. Unterstützt wurde der M&A-Prozess von der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC).

Fortführung und Lieferkette sichergestellt

Gerade bei den Automobilzulieferern spielen Lieferbereitschaft, Verlässlichkeit und Pünktlichkeit gegenüber den Kunden eine entscheidende Rolle. Die Eigenverwaltung hatte umgehend die Arbeitsabläufe stabilisiert, so dass die Lieferkette innerhalb der auf Motoren- und Fahrwerksteile spezialisierten Gruppe aufrecht erhalten bleiben konnte. „Trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation ist es uns gelungen, die Produktion komplett sicherzustellen. Als Automobilzulieferer wird man zu Recht daran gemessen, dass wir den vereinbarten Takt einhalten und sicher liefern“, sagt Sanierungsgeschäftsführer Hans-Jörg Gregel.

Hervorragende Kooperation der Belegschaft

„Trotz der sehr schweren Ausgangssituation sowie der Unsicherheiten im Markt haben wir es geschafft. Das hätte nicht funktioniert, wenn nicht die Belegschaften gemeinsam mit dem Management und dem Team des Sachwalters so zügig professionell und vertrauensvoll zusammengearbeitet hätten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen maßgeblichen Anteil an der gelungenen Sanierung“, fasst Rechtsanwalt Nikolaos Antoniadis als vom Amtsgericht Wuppertal eingesetzter Sachwalter zusammen. Der Sachwalter agiert als ‚verlängerter Arm’ des Gerichts und kontrolliert die Eigenverwaltung und das Management im Interesse der Gläubiger. Die Fortführung und der Verkauf erhöhen erfreulicherweise auch die Ergebnisse für die Gläubiger. Nun hofft das Eigenverwaltungsteam auch die Gespräche für die noch nicht verkaufte August Küpper GmbH erfolgreich abschließen zu können.

Motivierte Mitarbeiter – gute Kundenbeziehungen

„Mit der PCS Machine Group Holding haben wir eine Erwerberin gefunden, die in Thailand ähnlich aufgestellt ist, wie die Küpper-Gruppe und die nun erstmals in Deutschland investiert. Die strategische Spezialisierung in der Metallbearbeitung, das Know-how der Mitarbeiter und die gewachsenen Kundenbeziehungen haben die Erwerberin überzeugt“, erklären Paris und Gregel. Alle drei an die PCS Machine Group Holding veräußerten Betriebe sind auf die mechanische Bearbeitung von Turboladergehäusen, Turbokrümmer, Radlagern, Spurstangen und Kupplungsgehäusen für die Automobilindustrie spezialisiert. Die noch nicht veräußerte August Küpper in Heiligenhaus wiederum ist eine auf Automobilteile im Eisenguss, vorwiegend für die Diesel-Antriebe von Fahrzeugen, spezialisierte Gießerei.

Die Pressemitteilung können Sie hier als pdf laden: Pressemitteilung zur Veräußerung der Küpper-Gruppe

KONTAKT
ICS PARTNERS GmbH
Carsten Paris
c.paris@ics.partners

Über ICS Partners GmbH
ICS PARTNERS GmbH ist eine spezialisierte, unabhängige Investment- und Portfoliomanagement-Gesellschaft, die sich auf Branchenkonzepte, komplexe Transaktionen und Restrukturierungen im gehobenen Mittelstand mit Transaktionsvolumina ab 5 Mio. EUR / Umsatzvolumina ab 30 Mio EUR spezialisiert hat und zu 100% im Besitz der Partner ist.
Das Team setzt sich aus ausgewiesenen Spezialisten mit mit Sanierungs- und Industrieerfahrung als auch Investment- bzw. Transaktions-Expertise zusammen. Das gesamte Team hat ein profundes Zahlenverständnis und arbeitet „hands-on“ auf der Basis eigenen unternehmerischen Verständnisses bzw. Managementerfahrung. Flexibilität, Schnelligkeit und Zuverlässigkeit sind kennzeichnend für die Arbeit von ICS.
www.ics.partners

Über die Küpper-Gruppe

In mehr als 90 Jahren Firmengeschichte hat sich die Küpper-Gruppe zu einem weltweit agierenden Unternehmen entwickelt. Erwachsen aus der Metalltradition im Bergischen Land zählt sie heute zu den Top-Anbietern automobiler Fertigteile aus Eisen- und Aluminiumdruckguss sowie für die Bearbeitung geschmiedeter Teile. Insgesamt beschäftigt die Unternehmensgruppe fast 900 festangestellte Arbeitnehmer an vier deutschen Standorten:

1. H.J. Küpper System- und Modultechnik GmbH mit rund 190 Mitarbeitern in Cunewalde
2. August Küpper GmbH mit rund 300 Mitarbeitern in Heiligenhaus
3. Zelter GmbH mit rund 160 Mitarbeitern in Hennef (Sieg)
4. H.J. Küpper Metallbearbeitung GmbH mit rund 240 Mitarbeitern in Velbert

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